Prof. Dr. Katajun Amirpur
Professorin „Islamische Studien/Islamische Theologie“
Stellvertretende Direktorin der Akademie der Weltreligionen
Akademie der Weltreligionen (AWR)
Universität Hamburg
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Fax: +49 (0)40 42838 3441
E-Mail: katajun.amirpur@uni-hamburg.de
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Büroanschrift:
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Werdegang
Studium
der Islamwissenschaften und der Politikwissenschaften an der
Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (1990 bis 1994).
1994 bis 1995 DAAD-gefördertes Studium der schiitischen Theologie in Teheran.
1996 Magister im Fach Islamwissenschaften.
1996
bis 1999 Promotionsstipendium im Graduiertenkolleg für
Gegenwartsbezogene Orientforschung der Universitäten Erlangen/Bamberg.
2000 dort Promotion im Fach Iranistik bei Bert G. Fragner.
Lehrbeauftragte
am Seminar für Islamwissenschaften der FU Berlin (2000 bis 2001), am
Seminar für Islamwissenschaften der Universität Bonn (2002, sowie 2005
bis 2006) und an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München
(2009).
Emmy Noether Post-Doc Stipendiatin der Deutschen
Forschungsgemeinschaft in Leiden bei Nasr Hamid Abu Zayd (2003 bis 2005)
und Stipendiatin der Fritz Thyssen Stiftung an der Universität Bonn
(2007 bis 2008).
Assistenzprofessorin für Moderne Islamische Welt mit Schwerpunkt Iran an der Universität Zürich (2010 bis 2011).
Forschungsschwerpunkte
Islam und Gender
Die Professur Islamische Studien/Islamische Theologie hat einen Forschungsschwerpunkt im Bereich Gender und Islam. Ziel ist es, aus einer islamischen Binnenperspektive heraus Möglichkeiten für Geschlechtergerechtigkeit zu entwickeln. Hierzu werden Ansätze aus der islamischen Welt analysiert, die sich der Rechtsfortbildung in diesem Bereich widmen. Dabei muss sich der Reformansatz nicht explizit dem Bereich Frauenrechte widmen, um sich potentiell für Geschlechtergerechtigkeit nutzen zu lassen. Viele Reformer in der islamischen Welt sind gender-blind. Dennoch bieten ihre Ideen auch Frauen die Möglichkeit, ihren Glauben mit ihrem Feminismus zu versöhnen. Diese können auf die muslimische Diaspora-Situation übertragen werden. Damit leistet der Schwerpunkt Gender und Islam einen Beitrag zur neu entstehenden islamischen Theologie in Deutschland.
Mit Noha Abdel-Hady und Golrang Khadivi sowie Bruno Urmersbach arbeiten drei Doktorierende zu Themen aus dem Bereich Gender und Islam.
Islam und Dialog
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Islam und Dialog. Im Rahmen des Projekts Religion und Dialog der AWR werden Ansätze zu einer dialogorientierten Theologie dargestellt und analysiert, die in Iran formuliert werden. Es wird sich hierbei insofern um eine Fallstudie handeln, als den Bedingungen unter denen Dialogansätze dargeboten werden, großer Raum gegeben wird. Iran ist die weltweit einzige islamische Theokratie: Herrschaft wird in Iran durch Kleriker ausgeübt. Iran nimmt außerdem eine interessante Stellung ein, weil dort die größte jüdische Minderheit des Nahen Ostens (abgesehen von Israel) lebt. Hinzu kommen eine vorislamische, nicht abrahamitische religiöse Minderheit, die Zoroastrier, und die größte Minderheit Irans, die Bahais. Zudem wird die iranische Perspektive auf den inner-islamischen Dialog untersucht werden, d.h. auf das Verhältnis zwischen Schiiten und Sunniten. Die Ansätze, die in Iran formuliert werden, werden jedoch nicht nur als Fallbeispiele genommen, sondern sollen Grundlage einer Abstraktion zur Theoriebildung im Bereich Islamischer Dialogtheologie sein.
Publikationen
Publikationsliste Katajun Amirpur (PDF) >>

